Zurück in Wien - aber wozu eigentlich?

Tja, jetzt weile ich wieder unter den von Suizidgedanken geplagten Wienern. Der Empfang war nicht nur im meteorologischem Sinne frostig. Die ersten 3 mir unbekannten Leute mit denn ich in Wien zu tun hatte (schlaf/volltrunkener Flughafenbeamter, renitenter Parkgaragenkobold, frustrierter Postamtdrache) waren so mieser Laune das ich um mein Leben fürchtete. Tja, das wars wohl mit freundlichem Lächeln und höflichen Umgangsformen. Jetzt regiert wieder der „Wiener Schmäh“, eine Art kollektiver Bewusstseinszustand der den Leute einredet sie müssen gepflegte Umgangsformen und Höflichkeit als Schwäche einschätzen, um dann sein Gegenüber noch unhöflicher zu behandeln als man es ohnehin schon getan hätte. Miesgelaunte Kellner die Zitate wie „…und überhaupt: die Gäst´ hom bei uns gor nix zum sog´n!“ (Originalzitat eines Kellners im maßlos überbewerteten Schweizer Haus) von sich geben, faule Postbeamte die so langsam und ungenau arbeiten wie möglich, weil sie vermutlich auf eine Kündigung mit fetter Abfertigung und einem gemütlichen Frühpensionsleben im Gänsehäufel hoffen, oder andere Individuen die das Wort Hilfsbereitschaft nur vom Hörensagen kennen.

Die Beziehung der Wiener zu ihrer Stadt wird ja oft als eine Art Hassliebe bezeichnte. In meinem Fall gehört das 2te Adjektiv eindeutig weg…

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